Laut Energieeinsparverordnung (EnEV) 2009 müssen bzw. mussten

  • Heizkessel, die vor dem 1.10.1978 eingebaut oder aufgestellt worden sind, in der Regel außer Betrieb genommen werden
  • ungedämmte, zugängliche Wärmeverteilungs- und Warmwasserleitungen gedämmt werden
  • nicht begehbare, aber zugängliche oberste Geschossdecken beheizter Räume gedämmt werden
    Nach dem 31.12.2011 gilt dies auch für begehbare Decken!

Schon seit einigen Jahren

  • müssen nicht nur bei Neubauten, sondern auch bei Änderungen von Gebäuden, z.B. neue Dachdeckungen oder Fassadenverkleidungen, bestimmte Dämmwerte eigehalten werden.

Laut Energieeinsparverordung muss

  • bei Neuvermietung oder Verkauf von Immobilien vom Gebäudeeigentümer ein ENERGIEPASS vorgelegt werden,
    spätestens wenn der Käufer oder Mieter dies verlangt.

Wir können Energiepässe ausstellen und Sie über die anderen Anforderungen der EnEV umfassend informieren.


ERNEUERBARE ENERGIEN

Bisher wurde ein Großteil des Energiebedarfes mit anscheinend reichlich vorhandenen und immer noch relativ billigen fossilen Brennstoffen Erdöl, Braun- und Steinkohle und Erdgas gedeckt.

Billig vor Allem auch, weil die ökologischen Folgen und Kosten des sorglosen Umganges mit fossilen Energien nicht berechnet wurden.

Mittlerweile macht sich die Erkenntnis breit, daß diese Energien nur noch ein paar Jahrzehnte, bestenfalls und nur zum Teil Jahrhunderte ausreichen werden und diese Brennstoffe sehr stark zum mittlerweile auch nicht mehr ernsthaft angezweifelten Treibhauseffekt beitragen.

Dass die Kernenergie mit ihren unkalkulierbaren Risiken und auch nach Jahrzehnten kommerzieller Nutzung immer noch völlig ungelösten Entsorgungsproblemen keine Alternative sein kann, hat sich auch herumgesprochen.

Dies führt dazu, dass regenerative Energien nicht mehr als grüne Spinnerei abgetan werden können, sondern langsam aber sicher an Bedeutung gewinnen.

Die Nutzung erneuerbarer Energien wird auf verschiedene Arten gefördert, z.B. durch staatliche Zuschüsse, Steuervorteile, zinsgünstige Darlehen und, ab dem 01.02.2002 auch durch die Energie-Einsparverordnung.
Diese berücksichtigt, anders als die bis 2001 gültige Wärmeschutzverordnung, nicht nur die Dämmung eines Hauses, sondern auch die Erzeugung der zu seiner Beheizung benötigten Energie in erheblichem Maße.
Beispielsweise muss ein elektrisch beheiztes Haus wesentlich umfangreicher gedämmt werden als ein Haus mit einem Gas-Brennwertkessel, und solarer unterstützter Warmwasserbereitung.

Was sind Erneuerbare Energien?

Mit Ausnahme der Erdwärme beruhen alle erneuerbaren Energien auf direkter oder indirekter Nutzung der Sonnenenergie.

Wir stellen die wichtigsten Formen vor, wobei wir uns fürs Erste auf die Formen konzentrieren, die für private Haushalte in unserer Gegend direkt nutzbar sind.

Der Einsatz dieser Energien ist in der Regel mit einer relativ hohen Anfangsinvestition verbunden, dafür aber mit praktisch keinen laufenden Kosten oder sogar Gewinnen (Solarthermie) oder aber mit einer "Vervielfältigung" der eingesetzten Energie (Wärmepumpen).

Teilweise sind die Anlagen so ausgereift, dass sie sich bereits ohne staatliche Förderung über ihre Lebensdauer amortisieren, wie bei der Solarthermie, teilweise werden sie stattlich so stark gefördert, dass sie sich für den Verbraucher "rechnen", wie z.B. die Photovoltaik.

Solarthermie Die Sonneneinstrahlung erwärmt Wasser oder ein anderes Medium in verschiedenen Formen von Sonnenkollektoren. In der Regel gibt dieses Medium seine Energie an in einem Tank gespeichertes Wasser ab, das dann z.B. den Warmwasserbedarf eines Haushaltes deckt oder die Zentralheizung unterstützt. Für private Haushalte überall nutzbar, z.B. mit Sonnenkollektoren auf dem Dach.
Photovoltaik Solarzellen, die i.d.R. aus Silizium bestehen, wandeln die Sonnenenergie direkt in elektrischen Gleichstrom um, der Geräte fernab des Stromnetzes betreiben kann oder aber, zu 230V-Wechselstrom gewandelt die Stromversorgung eines Haushaltes decken kann. Für private Haushalte überall nutzbar, z.B. mit Solarzellen auf dem Dach.
Geothermie Hier wird zwischen oberflächennaher Geothermie und Tiefen-Geothermie unterschieden. Für Privathaushalte interessant ist die oberflächennahe Geothermie, die die Tatsache nutzt, dass ab ca. 1,50m Tiefe eine konstante, frostfreie Temperatur herrscht.
Dem Boden wird über ein Kühl-, in diesem Fall besser Wärmemittel Energie entzogen, die mittels einer Wärmepumpe, einer Art "umgekehrter Kühlschrank", zur Raumheizung nutzbar gemacht wird. Siehe auch den nächsten Absatz.
Für private Haushalte grundsätzlich fast überall nutzbar, i.d.R. mit einer Sole-Wasser-Wärmepumpe mit Erdsonden in ca 30-100m Tiefe. Ob eine solche Wärmepumpe witschaftlich, ist im Einzelfall zu prüfen.
Wärmepumpen Wie bei der oberflächennahen Geothermie wird anderen Medien wie der Außenluft, dem Grundwasser, Flüssen oder Seen o.a. Energie über eine Wärmepumpe entzogen, die über Wärmetauscher zur Raumheizung oder Warmwasserbereitung genutz werden kann.
Die Wirtschaftlichkeit der Anlage hängt u.a. vom Verhältnis der zum Betrieb der Wärmepumpe zur gewonnenen Energie ab.
Wesentliche Formen:
- Sole-Wasser-Wärmepumpen. Siehe "Geothermie",
   auch flächig ca. 1,50m unter Gelände, was allerdings nicht so einfach und billig ist, wie man zuweilen hört.
- Luft-Wasser-Wärmepumpen
- Wasser-Wasser-Wärmepumpen
Generell (auch) für private Haushalte gut nutzbar. Ob dies im konkreten Fall sinnvoll ist und welche Art der Wärmepumpe jeweils optimal ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab.
Grundsätzlich sind Wärmepumpen eher mit Flächenheizungen wirtschaftlich und mit Heizkörpern problematisch.
Windenergie Einzelne oder in Gruppen angeordnete Windkraftanlagen erzeugen über Stromgeneratoren ähnlich wie ein Fahrraddynamo Strom. Eher in Nähe von Küsten und in nicht ganz so dicht besiedelten Gebieten nutzbar, in Zusammenhang mit dem Ausstieg aus der Atomenergie zunehmend auch näher an Siedlungen. 
Wasserkraft In der Regel treibt Wasser, das über ein Gefälle fließt, eine oder mehrere Turbinen an, die Strom erzeugen.
Diese Form der Energieerzeugung ist in Europa bereits weitgehend ausgenutzt und trägt in Deutschland ca. 4% sowie in Norwegen 90(!)% zur Stromerzeugung bei.
Naturgemäß eher in den Bergen nutzbar und auch dort meist für Wasserkraftwerke und weniger für den privaten Bedarf.
Meeresenergie Nutzung der Gezeiten- oder Wellenenergie in entsprechenden Kraftwerken zur Stromerzeugung. Wie der Name vermuten lässt, im Binnenland nicht sehr attraktiv. Diese Nutzung ist auch technisch deutlich weniger ausgereift als die anderen.
Biomasse,
z.B. Holzpellets

Nutzung der in Pflanzen gebundenen Energie, z.B. durch Verbrennung von Holz in Form von Pellets o.a..
Hier wird zwar auch Kohlendioxid frei, aber nur so viel, wie der Baum bei Wachstum der Atmosphäre entzogen hat.
Ob die Nutzung ökologisch vorteilhaft ist, hängt u.a. von der möglichst effektiven und emissionsarmen Verbrennung ab.
Die Holzpellet-Technik ist relativ weit fortgeschritten.

Nutzung zur Gebäudeheizung z.B. durch moderne Anlagen zum Betrieb mit Holzpellets.
Zurzeit wird hierfür noch weitgehend Restholz genutzt. Wie sich der Markt entwickelt, ist noch nicht absehbar. Generell wird es mittelfristig mehr, auch lokale Anbieter und mithin mehr Konkurrenz als Bei Öl und Gas geben.
Biogas entsteht durch mikrobilellen Abbau von Biomasse.  
Kraft- Wärme-
Kopplung
Keine erneuerbare Energie im engeren Sinne, aber gleichwohl eine sinnvolle Form der Energienutzung, bei der gleichzeitig Wärme und Strom in sog. Block-Heizkraftwerken vom Mikro-BHKW bis zum Blockheuzkraftwerk für Siedlungen oder Gewerbeanlagen genutzt wird.Für kleinere Anlagen wie Ein- und Zweifamilienhäuser neuerdings über Mikro- und Mini- BHKWs grundsätzlich auch nutzbar, aber nicht in jedem Fall wirtschaftlich.
BrennstoffzellenGrundsätzlich interessante Technik, bei der die Energie aus Wasserstoff gewonnen wird, aber noch nicht marktreif.

Auf den folgenden Seiten (bitte oben klicken!) gehen wir auf die für Privathäuser "in großem Stil" nutzbaren Energien Solarthermie, Photovoltaik und oberflächennahe Geothermie näher ein.

Da sowohl die Technik als auch die Förderung sich ständig entwickelt und in der Literatur teilweise recht unterschiedliche Angaben zu finden sind, dienen unsere Informationen vor Allem als Überblick. Eine Gewähr für die Richtigkeit können wir leider nicht übernehmen.

Bei den Beispielen für die Nutzung haben wir ein Einfamilienhaus mit 4 Personen zugrunde gelegt.
Der tatsächliche Energieverbrauch hängt natürlich sehr stark von persönlichen Gewohnheiten, baulichen Gegebenheiten u.a. ab.

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08.10.2011